Hippie



Ich in den 60ern. Ich wäre wohl ein(e Art von) Hippie gewesen. Mit einer Hand voll von Freunden wäre ich in einem VW-Käferbus durch die Gegend gefahren, den wir mit Peace-Zeichen und anderen Dingen anmalen würden. Wir hätte kein bestimmtes Ziel gehabt, wohin uns das Schicksal eben führen mag. Das Leben wäre uns zu schade gewesen um es an nur einem einzigen Ort zu verbringen, um jeden Tag die gleichen Gesichter zu sehen, immer wieder das Gleiche zu tun.
Wir hätten die Welt erkunden wollen. Überall sein, alles mitkriegen, Menschen von unserer Lebensphilosophie erzählen. Die wundervolle Natur genießen und unsere Freiheit. Den Sinn des Lebens hätten wir noch nicht gefunden gehabt, aber wir würden danach suchen. Im eigentlichen Sinne. Aber meist wären wir dann doch mit anderen Dingen beschäftigt gewesen.
Abends würden meine Mitmenschen mit mir dann um ein Lagerfeuer sitzen, Gitarrenklänge würden an unsere Ohren dringen und wir dazu singen. Lieder über Frieden, Freiheit, Liebe und Lust. Wir wären alle 25 Jahre oder jünger, unsere Körper wohlgeformt und wunderschön. Wir liebten uns alle. Die gesamte Welt. Jeden Baum, jeden Strauch, jedes Tier und jeden Grashalm. Ein Leben in Trance. Wir hätten sogar jede einzelne Sekunde geliebt, jeden Augenblick den uns das Leben schenkte. Ja, wir wären Glückskinder gewesen, voller Optimismus und Harmonie.
Wenigstens einer meiner Freunde hätte Locken gehabt. Wir würden uns Blumen in die Haare stecken und lange Kleider tragen.
Das wäre wohl meine optimale Vorstellung vom Leben zur damaliger Zeit. Und auch jetzt noch bin ich teilweise vom Gedanken fasziniert...aber dann gibt es da ja noch diese komische Vernunft.

2.7.08 17:29


Werbung


Freischwimmer



Gestern war ich im Kino um einen Film zu sehen, der Werbung mit dem Spruch Bambi muss sterben für sich macht. Und das gefiel. Genauso wie auch die Beschreibung Böses Märchen. Der Film nennt sich Freischwimmer und Herr Lau (Tim bei Die Welle) spielt einen 15jährigen Außenseiter und Hörgeschädigten, der das schönste Mädchen der Schule liebt. Bevor Er & Sie allerdings zusammenkommen (halt ein Märchen), "sterben ein paar Bewohner des idyllischen Ortes eines unnatürlichen Todes und ein kleines Reh wird es auch nicht bis zum Ende schaffen...", verkündet einem das Prospekt. Und dann gibt es da noch den Deutsch- und Kunstlehrer, der zurückgezogen in einem großen Haus lebt und unserer Hauptperson am Ende gesteht: "Bei dir sind's die Ohren, bei mir der ganze Kopf."
Es ist kein schlechter Film, er hat mir eigentlich sehr gefallen. Viele Kameraaufnahmen & Schnitte sind nicht so üblich in der Filmwelt, weshalb dies eine ordentliche Erfrischung ist. Nur vielleicht kam Bambi ein wenig zu kurz. Als gerade der Abspann begann, drehte ich mich zu der Sitznachbarin mit den Worten: "Und das Reh lebt?" Wir kamen darauf, dass Bambie wohl schon zum Anfang erschossen wurde, dieses Reh war aber nicht mehr klein und sah auch nicht so niedlich aus wie der Rehkopf auf dem Prospekt. 


Ebenfalls habe ich mich in dieser Woche noch einem Kinofilm ausgesetzt. Titel: Mein Bruder ist ein Einzelkind. Herkunft: Italien. Befinden: Gut.

Mein Bruder ist ein Einzelkind

13.7.08 12:49


Alles & Nichts



Sinnlose Informationen die weder die Welt verbessern, noch sonst irgendeinen Sinn haben. Ahoi.

Die Kategorien habe ich verkauft. Auf Ebay oder so. Weshalb finden sich dort fast nur noch Menschen mit einem Benutzernamen, in deren Mitte sich *** befinden und am Ende bzw. auch am Anfang ein Buchstabe oder eine Zahl steht? Antisympathie ist vorfindbar, ich gestehe. Gerade ist mir nach Oberflächlichkeiten.
Schuljahr (r)umgebracht, mit einem Schnitt von 2,0. Womit ich keinerlei Problem hab, wenn man bedenkt, dass ich eher selten etwas für die Schule tue. Bei Zeiten sollte ich das wohl einmal ändern.
So, und weil es hier gerade so gemütlich wird: Die Katze hat ein Loch im Kopp. Nähere Informationen bleiben auf Wunsch des Sultans allerdings geheim. Tschuldigung.

 

 

21.7.08 08:41


Superhero





Donald hört seinen Namen und kehrt unvermittelt in die Realität zurück.
ADRIAN: MiracleMan - das ist ein guter Name
DONALD: Hm...
ADRIAN: Ein Superheld. Interessant
Donald hat nicht die Absicht, sich in ein Gespräch verwickeln zu lassen.
ADRIAN: Er furzt. (Pause.) Interessant.
DONALD: Er ist echt. Leute furzen eben. Na, sie wahrscheinlich nicht.
ADRIAN: Er ist echt - aber unverletzlich. (Schweigen.) Über wen triumphiert MiracleMan?
DONALD (starrt ADRIAN eindringlich an): Arschlöcher. (Schweigen.)
ADRIAN: Und... nichts kann ihn umbringen?
DONALD: Nichts. Das ist es doch, was unverletzlich heißt.
ADRIAN : Mir ist aufgefallen, daß er manchmal Frauenleichen ausgräbt und Sex mit ihnen hat. Warum tut er das?
DONALD: Es bleibt ihm nicht anderes übring. Die Mädchen wollen ihn nicht.
ADRIAN: Warum nicht?
DONALD: Weil er furzt.
ADRIAN: Warum gibst du deinen Miracleman so eine Eigenschaft?
DONALD: Hab ich doch gesagt. Weil er echt sein soll. Ich hab die Nase voll von bescheuerten Superhelden.
ADRIAN: Aber Superhelden sind nicht echt.
DONALD (kühler Blick): Sind Sie da jetzt gerade drauf gekommen?
ADRIAN (reicht ihm den Comic zurück): Sein Erzfeind - Gummifinger? Ein Chirurg, der immer mit einem schnappenden Laut seinen Handschuh anzieht?
DONALD: Das ist cool.
ADRIAN: Du magst keine Ärzte?
DONALD: Hätten Sie nicht gedacht, was? Kann ich jetzt gehen? Ich krieg heute Nachmittag noch Strahlen.
(Superhero von Anthony McCarten, S. 49/50)

Ein geniales Buch über einen 14jährigen Jungen der Krebs hat und nicht als Jungfrau sterben will. Und diesen Dialog finde ich herrlich.     

26.7.08 16:35


& piep-vogel
& isi